Kosten & Finanzencalendar_today27. Juni 2026schedule5 Min. LesezeitpersonMario Gaupmann

Wie viel verdienen Lieferplattformen wirklich an deinem Restaurant?

Externe Lieferplattformen verlangen bis zu 30 % Provision pro Bestellung. Wir zeigen, was das für österreichische Gastronomen wirklich bedeutet – und welche Alternativen es gibt.

tocInhaltsverzeichnis

Die bittere Wahrheit hinter den Provisionen

Du betreibst ein Restaurant in Österreich und nutzt eine externe Bestellplattform? Dann hast du vermutlich schon gemerkt: Die Provisionen sind alles andere als ein kleiner Posten. Was viele Gastronomen unterschätzen — provisionsbasierte Plattformen verdienen oft mehr an deiner Bestellung als du selbst.

30%Provision verlangen externe Plattformen pro Bestellung
€75.000+Jahresverlust bei 30 Bestellungen täglich
€180Jahreskosten mit eigenem Bestellsystem
48hbis dein eigenes System live geht

Was verlangen externe Lieferplattformen?

Die gängigen Provisionsmodelle in Österreich bewegen sich zwischen 15 % und 30 % pro Bestellung — je nach Vertrag, Region und gewähltem Paket:

  • Basis-Paket (nur Listung): 15–18 % Provision, du lieferst selbst
  • Standard-Paket (mit Lieferung): 25–28 % Provision, die Plattform übernimmt die Zustellung
  • Premium-Paket (Top-Platzierung + Lieferung): bis zu 30 % Provision, zusätzliche Marketing-Gebühren möglich

Dazu kommen oft versteckte Kosten: Tablet-Gebühren, Aktivierungskosten, Gebühren für Sonderaktionen.

Ein konkretes Rechenbeispiel

Nehmen wir eine durchschnittliche Bestellung mit einem Warenwert von €25,00:

Kostenart Betrag
Warenwert der Bestellung €25,00
Provision Plattform (28 %) −€7,00
Wareneinsatz (~30 %) −€7,50
Personal, Miete, Energie (anteilig) −€6,00
Verbleibender Gewinn €4,50

Bei 30 Bestellungen pro Tag gehen €210 täglich nur an Provisionen — das sind über €6.300 pro Monat oder €75.600 im Jahr, die nicht in deiner Kasse landen.

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Achtung: Hochrechnung

Bei nur 10 Bestellungen täglich mit einem Schnittbon von €20 zahlst du bereits über €20.000 pro Jahr an externe Plattformen. Das ist Geld das direkt in deine Küche, dein Personal oder dein Marketing fließen könnte.

Warum machen Gastronomen trotzdem mit?

Die Antwort ist nachvollziehbar: Sichtbarkeit und Bequemlichkeit. Externe Plattformen bringen Neukunden, die dich sonst nie gefunden hätten. Aber diese Vorteile haben ihren Preis. Das Problem verschärft sich durch drei Faktoren:

  1. Du baust keine eigene Kundenbasis auf. Die Plattform behält die E-Mail-Adressen und Telefonnummern deiner Kunden. Wenn du die Plattform verlässt, sind deine Stammkunden weg.
  2. Algorithmus-Abhängigkeit. Ob du in der App sichtbar bist, entscheidet ein Algorithmus — nicht die Qualität deines Essens.
  3. Preisdruck. Viele Gastronomen erhöhen die Preise auf der Plattform um die Provision auszugleichen. Das verärgert Kunden und schadet dem Ruf.

Die wahren Kosten: Mehr als nur Provision

Verlorene Kundenbindung

Wenn ein Kunde über eine externe Plattform bestellt, ist er Kunde der Plattform — nicht deiner. Du kannst ihm keine Gutscheine schicken, kein Treueprogramm aufbauen. Jede Bestellung ist quasi eine Neukundenakquise — zu deinen Kosten.

Bewertungsdruck

Negative Bewertungen — oft wegen verspäteter Lieferung, die du gar nicht zu verantworten hast — können dein Ranking zerstören. Die Folge: weniger Sichtbarkeit, weniger Bestellungen, noch höhere Abhängigkeit.

Keine Kontrolle über das Kundenerlebnis

Die Plattform bestimmt, wie dein Restaurant dargestellt wird. Dein Restaurant wird zu einer austauschbaren Kachel unter hundert anderen.

closeVorher

Restaurant zahlt bis zu 30% Provision — die Plattform kennt deine Kunden besser als du

arrow_downward
check_circleNachher

Restaurant behält 90% — Kundendaten, Branding und Umsatz gehören dir

Die Alternative: Ein eigenes Online-Bestellsystem

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Vorteile

  • check_circleKeine oder minimale Provision pro Bestellung
  • check_circleKundendaten gehören dir
  • check_circleEigenes Branding und eigene Domain
  • check_circleDirekte Kommunikation mit Stammkunden
  • check_circleVolle Kontrolle über Preise und Darstellung
  • check_circleKein Algorithmus der über deine Sichtbarkeit entscheidet
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Nachteile

  • cancelEigenes Marketing notwendig
  • cancelAnfangs weniger Reichweite als große Plattformen
  • cancelEinmalige Einrichtung erforderlich

Lohnt sich der Wechsel? Eine Gegenrechnung

MerkmalExterne PlattformEigenes SystemEmpfohlen
Provision pro Bestellung25–30%0–10%
Jahreskosten (30 Bestellungen/Tag)~€75.600~€180–360
Kundendaten❌ gehören der Plattform✅ gehören dir
Eigene Domain
Bondruck automatisch
GPS Liefertracking
Abhängigkeit vom Algorithmus❌ hoch✅ keine
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Die Ersparnis in Zahlen

Selbst wenn du nach dem Wechsel €500 pro Monat für eigenes Marketing ausgibst, sparst du bei 30 Bestellungen täglich immer noch über €69.000 pro Jahr. Das entspricht einem zusätzlichen Vollzeit-Mitarbeiter.

Rechne es selbst durch

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Kostenrechner: Plattform vs. eigenes System

Berechne, wie viel du mit einem eigenen Bestellsystem sparst.

1.000 €30.000 €
warningPlattform (30%)
1.500 €
monatliche Provision
check_circleGastro CMS
15 €
fixe Monatsgebühr
Deine monatliche Ersparnis
1.485 €
= 17.820 € pro Jahr

Der Umstieg: Einfacher als du denkst

Moderne Bestellsysteme sind innerhalb von 48 Stunden eingerichtet und bieten:

  • Automatische Speisekarten-Übernahme
  • Integration mit Bondruckern
  • Online-Zahlung (Karte, Apple Pay, Google Pay)
  • GPS-Liefertracking für Kunden
  • Gutschein- und Aktionssystem
  • Wochenmenü-Verwaltung

Der wichtigste Schritt: Fang an, deine Stammkunden auf dein eigenes System umzuleiten. Ein QR-Code auf dem Kassenbon, ein Aufsteller im Lokal, ein Post auf Instagram — mehr braucht es oft nicht.

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Die Frage ist nicht, ob du dir ein eigenes Bestellsystem leisten kannst. Die Frage ist, ob du dir die Provisionen der externen Plattformen noch leisten willst.

Mario Gaupmann, Gründer Gastro CMS

Fazit: Jeder Euro Provision ist ein Euro weniger Gewinn

Ein eigenes Bestellsystem ist keine Frage des Budgets (ab €180 pro Jahr), sondern eine Frage der Priorität. Wer seine Kundendaten besitzt, seine Marke kontrolliert und provisionsfrei arbeitet, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

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